Sonderausstellung - Gubener Fragmente

Flyer - Gubener Fragmente | BTU Cottbus-Senftenberg

Guben, 23. Januar 2026: Sonderausstellung „Gubener Fragmente“ – Entwurfsarbeiten von Studierenden der BTU Cottbus-Senftenberg

Die Stadt Guben lädt zu einer Sonderausstellung ein, die in Zusammenarbeit mit Studierenden der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg entstanden ist. Unter dem Titel „Gubener Fragmente“ präsentieren Master- und Bachelorstudierende des Instituts für Architektur, Fachgebiet Entwerfen und Gebäudekunde, ihre Entwurfsarbeiten aus dem Sommersemester 2025.
Die Ausstellung ist am Dienstag, 03. Februar 2026, in der Alten Färberei in Guben zu sehen. In der Zeit von 10:00 bis 18:00 Uhr können interessierte Besucher die Arbeiten besichtigen.
Ausgangspunkt der Projekte ist die Doppelstadt Guben-Gubin als ehemals bedeutender Standort der Textil- und Chemieindustrie. Zahlreiche Industriegebäude und bauliche Zeugnisse prägen das Stadtbild bis heute, gleichzeitig ist die Stadt seit den 1990er Jahren mit den Folgen der Deindustrialisierung und des demografischen Wandels konfrontiert.
Unter der Leitung von Prof. Katharina von Stuckrad setzten sich die Studierenden intensiv mit diesen Rahmenbedingungen auseinander. Leitfragen waren die Weiterentwicklung der Stadt, geeignete Orte für bauliche Interventionen und neue Nutzungsmöglichkeiten bestehender Brachen. Guben wurde dabei nicht als Problemraum, sondern als Ort mit vielfältigen Potenzialen betrachtet.
Im Mittelpunkt stand die Stadt als Gefüge räumlicher, sozialer und infrastruktureller Fragmente. Auf dieser Grundlage entwickelten die Studierenden Szenarien, die bestehende Bausubstanz neu interpretieren und Vergangenheit und Zukunft verbinden.
Untersucht wurden unter anderem das ehemalige Gerichtsgefängnis, die Villa Lehmann, das Wolllager, der Bahnhof Guben, der Alte Hafen, das Polizeigelände, Pavillon Gubin, Tuchfabrik Wolf sowie Haus D der ehemaligen Tuchfabrik Carl Lehmanns Wwe. & Sohn.
Die Ergebnisse, präsentiert in Modellen, zeigen vielfältige Handlungsspielräume und laden ein, das bauliche Erbe als Chance für Wandel zu begreifen, ohne die Identität der Stadt zu verlieren.